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Ho-Chi-Minh-Stadt - Erste Impressionen


Ho-Chi-Minh-Stadt (füher Saigon) hat die gleiche Einwohnerzahl wie London.. Wie jede andere Stadt dieser Größe hat auch Ho-Chi-Minh-Stadt viel zu bieten: Kulturveranstaltungen, Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Unterhaltungsprogramm u.v.m. Trotzdem fühlt sich Ho-Chi-Minh-Stadt für mich wie eine ungemütliche und unbequeme Stadt zum Leben an. Verkehr, Lärm, Feinstaub, Abgase, mangelnder Respekt gegenüber Fußgängern sowie ein schlecht ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz - das sind meine ersten Impressionen von Ho-Chi-Minh-Stadt. Natürlich gibt es viele Aspekte, die mir gut gefallen. Mein ständiges Husten aufgrund von Abgasen, der konstante Lärm der Mopedmotoren, blockierte Bürgersteige und stinkenden Müll, trüben diese Aspekte allerdings immer wieder.
1. Mopeds haben die Straßen der Stadt übernommen.
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2. Ein Hindernisparcours auf dem Weg ins Café.
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3. Aufgrund überall parkender Mopeds bleibt Fußgängern nur ein kleiner Teil des Bürgersteigs übrig. Allerdings wird auch dieser Teil des Bürgersteigs oft von Mopeds beansprucht, um Staus zu vermeiden. Wo kann man noch laufen?
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4. Hast du im letzten Foto bemerkt, dass die Bordsteine abgeschrägt sind? Auf diese Weise wird eine barrierefreie Umgebung für Mopedfahrer geschaffen.
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5. Genau wie ein wahrer Einwohner Amsterdams ein Fahrrad besitzt (oder sogar zwei!), so besitzt ein wahrer Bürger Ho-Chi-Minh-Stadts ein eigenes Moped. Beachte die Anzahl der Menschen mit Gesichtsmaken!
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6. Mopedisierung definiert Mode.
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7. Anfangs dachte ich, diese bunten Röcke seien ein lokaler Modetrend.
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8. Diese Röcke sind modisch. Allerdings sind sie gar keine Röcke sondern Schürzen: sie sollen die normalen Kleider der Mopedfahrerinnen vor dem Staub der Straße schützen. Es sieht besonders cool aus, wenn Masken und Schürze die gleiche Farbe oder das gleiche Muster haben.
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9. Alles kann auf Mopeds transportiert werden, selbst Blumentöpfe...
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10. ...und sogar große Blumenkübel.
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11. Oh! Hier ist der Lieferort :)
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12.Das Mopedfahren ohne Schutzmaske kann Atemwegsprobleme verursachen. Ein Schutz ist viel wichtiger, als man annehmen möchte.
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13-1. Manche Leute benutzen einfache Masken, wie man sie aus dem Krankenhaus kennt. Man kann sie in jedem Minimarkt kaufen. Andere wählen einen besseren und fröhlicheren Atemschutz.
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13-2.
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Aufgrund der Fülle an Mopeds fühlt sich Ho-Chi-Minh-Stadt wie ein Ameisenhaufen mit endlosem Verkehr auf seinen Straßen an. Niemand scheint sich daran zu stören. Jeder scheint daran gewöhnt zu sein, unter diesen Umständen zu leben.
Die Einwohner Ho-Chi-Minh-Stadts sind an guten Kaffee gewöhnt. Jeder trinkt ständig Kaffee: morgens, zum Mittagessen und an den Abenden. Die Kaffeehäuser Ho-Chi-Minh-Stadts sind immer gut besucht.
14. Traditioneller vietnamesicher Kaffee wird mit einem Tropffilter namens 'phin' zubereitet, der direkt auf die Kaffeetasse aufgesetzt wird. Der Kaffee ist sehr stark und geschmacksintensiv. Am liebsten trinke ich vietnamesichen Kaffee mit gesüßter Kondensmilch. Zum Kaffee wird immer ein Glas grüner Tee gereicht. Bestellt man heißen Kaffee, so wird auch der Tee heiß serviert. Ist der Kaffee eisgekühlt, so bekommt man auch den Tee mit Eiswürfeln gereicht.
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15-1. Kaffeehäuser gibt es an fast jeder Straßenecke. In vielen Cafés kann man sowohl traditionellen vietnamesischen Kaffee, als auch Espresso finden. Einige Betriebe verkaufen auch andere Arten von Kaffee. Diese unterscheiden sich in Herkunft der Bohnen, Röstmethode und durch ihre Zubereitungsweise.
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15-2. In vielen Kaffeehäusern kann man die Kaffeebohnen bzw. den frisch gemahlenen Kaffee kaufen, den man zuvor probiert hat.
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16-1. Es gibt kleine gemütliche Cafés.
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17. Und große Kaffehausketten.
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17-2.
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In einem meiner nächsten Posts möchte ich detaliert über die Kaffekultur Saigons schreiben. Diese ist für mich in der Tat einer der angenehmsten bisherigen Eindrücke der Stadt. Ich reagiere sehr empfindlich auf Kaffee und trinke ihn eher selten. Hier in Ho-Chi-Minh-Stadt bin ich dazu bereit, das Zittern in meinen Händen und das Blubbern in meinem Magen zu ertragen, um neue Rezepte zu probieren und unbekannte Aromen zu schmecken. Unglücklicherweise läuft man auf dem Weg in die Kaffeehäuser nicht nur in entgegenkommende Mopeds hinein, sondern man muss auch über auf dem Gehweg liegenden Müll springen.
18. Wo stellt man Sperrmüll ab? natürlich mitten auf dem Bürgersteig!
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19. Die meisten Mülltonnen haben keinen Deckel und laufen ständig über. Bei 35°C im Schatten verbreitet sich deswegen ein unerträglicher Gestank im Umkreis von fünf Metern um die Tonen herum.
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20.
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21. Dies ist einer der angesagtesten Orte in Ho-Chi-Minh-Stadt. Ein altes Apartmenthaus ist in ein Loft mit einer Vielzahl von Cafés, Restaurants, Designerläden und Gallerien umgewandelt worden. Hier könnte ich den ganzen Tag verbringen: die verschiedenen Cafés besuchen, Kaffee probieren und den nächsten Blogeintrag über Ho-Chi-Minh-Stadt schreiben. Moment mal bitte.. Schrieb ich nicht gerade über Müll?..
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22. In der Tat: während man auf dem Balkon eines der Cafés des Apartmenthauses sitzt und seinen Eiskaffe genißt, kann man einen unvergleichlichen Ausblick genießen. Niemand stört sich am Müll; selbst die Katzen entspannen sich mitten in den Abfällen.
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23. Auch auf dem Saigon-Fluss schwimmt der Müll - unaufhörlich dem Ozean entgegen.
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Wenn ich in ein neues Land komme, bemerke ich oft Details in der Lebensweise, die sich grundlegend von dem unterscheiden, was ich gewohnt bin. Manchmal verdeutlichen sich Dinge, von denen ich zuvor schon gehört hatte. Was ich am Reisen wirklich mag, ist die Möglichkeit, Dinge zu sehen und zu erleben, die ich mir zu Hause in meiner vertrauten Umgebung nie hätte vorstellen können.
24. In Vietnam bekommt man in seinem Essensbesteck niemals ein Messer. Stäbchen, Löffel und Gabeln; Messer scheinen dagegen nicht benutzt zu werden.
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25. Was macht man, wenn man ein Baguette aufschneiden möchte?..
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26. ...Man benutzt einfach einen Löffel!
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27-1. Schon mal davon gehört. dass viele asiatische Frauen von Hautaufhellungsmitteln besessen sind. Deswegen ist es oft schwierig, in den Regalen von Kosmetikläden eine Gesichtscreme ohne Bleichwirkung zu finden. Warum? Auf Werbeplakaten werden Models immer mit perfekter weißer Haut dargestellt. Mädchen möchten diesem Schönheitsideal entsprechen.
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27-2. Protect & White
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28. Ho-Chi-Minh-Stadt baut gerade ein U-Bahn-Netz. Die Erste Linie, mit einer Strecke von 19 km, sollte bereits im Jahre 2014 eröffnet werden. Dann wurde die Eröffnung auf 2018 verschoben und schließlich noch einmal auf das jahr 2020. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht die öffentlichen Nahverkehrsnetz der Stadt ausschließlich aus Bussen.
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28-2. Dies ist auch der Grund, warum Grab hier so beliebt ist.
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29. McDonald's und die kommunistische Regierung koexistieren in Vietnam freundschaftlich nebeneinander. Leider verstehe ich immer noch nicht, wie das funktionieren kann. Bisher konnte mir kein Vietnamese eine Antwort auf meine Frage geben, da sich jeder, den ich grefragt habe, nur wenig für Politik und Wirtschaft interessierte.
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30. So verbringen die Einwhoner Ho-Chi-Minh-Stadts einen romantischen Abend am Saigonufer. Welch schöne Lichtreflexionen auf dem Wasser!
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Kannst du dir vorstellen, eine Zeit lang in Saigon zu wohnen? Es gibt so viel frisches Obst. Jeden Tag eine Kokusnuss zu trinken kann schnell zu einer täglichen Routine werden. In Saigon braucht man keinen Pullower. Man kann das ganze Jahr lang mit kurzer Hosen und T-Shirt rumlaufen. Eine Wohnung zu mieten ist billig. man kann mit dem Moped herumfahren und auf jedem Bürgersteig parken. Und der nächste Strand ist nur eine zweistündige Fahrt mit dem Boot oder dem Bus entfernt. Lust bekommen?
31.
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Bald kommen neue Posts über Ho-Chi-Minh-Stadt! Erste Impressionen sind selten die letzten :)

Comments (2)

  1. Polly | Hiking With Kids:
    Feb 22, 2018 at 03:25 PM

    Oh please! No English at least! So far I can say only - great pics, Inga :P

    1. iklesch:
      Feb 22, 2018 at 08:06 PM

      Thanks Polly!
      There is an English version also: https://travellingmonkeys.org/blog/hcmc-first-impressions-en.html
      А лучше всего должно читаться по-русски: https://travellingmonkeys.org/blog/hcmc-first-impressions-ru.html

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